Iris D. ist auf einem Bauernhof im Aargau aufgewachsen. Als sie neun Jahre alt ist, stirbt der Vater ganz plötzlich an Lungenkrebs. Was Iris D. von ihm bleibt ist fast nichts, die Erinnerung an einen Veloausflug, eine Fotografie. Iris D. erzählt, wie sie sich auch sonst an nichts mehr erinnert, was vor diesem Ereignis war, dass ihr Gedächtnis erst ab neun funktioniert und dass ihr weder die Mutter noch die Schwestern etwas über den verlorenen Vater erzählen wollen oder können. Sie lernt Hochbauzeichnerin, wird so etwas wie das schwarze Schaf der Familie. Ihr erster Freund ist der siebzehn Jahre ältere Turnlehrer, er prägt ihre künftigen Männerbeziehungen, die von Blessuren, von ihrer Schwierigkeit mit Nähe und Distanz gezeichnet sind. Heute ist sie schwanger und weiss nicht, ob sich die Mutter auf das Grosskind freut.